Exposé schreiben: Anleitung, Aufbau & Beispiel
Bevor du mit deiner Bachelorarbeit loslegst, verlangen viele Betreuer ein Exposé. Dieses kurze Konzeptpapier skizziert dein Vorhaben und dient als Fahrplan für die gesamte Arbeit. Es hilft dir, deine Gedanken zu ordnen, und gibt deinem Betreuer die Möglichkeit, frühzeitig Feedback zu geben. In diesem Artikel erklären wir dir, was ein Exposé ist, wie du es aufbaust und welche typischen Fehler du vermeiden solltest.
Was ist ein Exposé?
Ein Exposé ist eine schriftliche Darstellung deines Forschungsvorhabens, die du vor Beginn der eigentlichen Arbeit erstellst. Es umfasst in der Regel 3 bis 5 Seiten und gibt einen Überblick über Thema, Fragestellung, Methodik und Zeitplanung. Das Exposé ist kein fertiger Entwurf deiner Arbeit, sondern ein Planungsdokument, das zeigt, dass du dir über dein Vorgehen im Klaren bist. Viele Hochschulen verlangen ein Exposé als Voraussetzung für die offizielle Anmeldung der Bachelorarbeit.
Aufbau eines Exposés
Ein gutes Exposé folgt einem klaren Aufbau, der deinem Betreuer auf einen Blick zeigt, worum es in deiner Arbeit geht und wie du methodisch vorgehen willst.
Arbeitstitel: Einfluss digitaler Lehrformate auf die Prüfungsleistungen von BWL-Studierenden — Forschungsfrage: Welchen Einfluss hat die Einführung hybrider Lehrmodelle auf die Prüfungsleistungen von Bachelorstudierenden im Fach BWL? — Methodik: Quantitative Analyse der Prüfungsdatenbank der Universität Mannheim (N=200, Zeitraum 2020–2023). Vergleich der Klausurergebnisse in drei Gruppen: rein digital, rein Präsenz, hybrid. Statistische Auswertung mittels t-Test und ANOVA. — Geplanter Zeitrahmen: 12 Wochen (3 Wochen Literaturrecherche, 4 Wochen Datenerhebung und Analyse, 3 Wochen Schreiben, 2 Wochen Überarbeitung).
- Problemstellung und Relevanz — Beschreibe das Forschungsproblem und erkläre, warum es wissenschaftlich relevant ist.
- Forschungsfrage — Formuliere eine klare, beantwortbare Frage, die deine Arbeit leitet.
- Aktueller Forschungsstand — Gib einen kurzen Überblick über die wichtigsten bestehenden Arbeiten zum Thema.
- Methodik — Beschreibe, mit welchen Methoden du deine Forschungsfrage beantworten willst.
- Vorläufige Gliederung — Skizziere den geplanten Aufbau deiner Arbeit in Kapitelüberschriften.
- Zeitplan — Stelle dar, wann du welche Phase deiner Arbeit abschließen willst.
- Vorläufiges Literaturverzeichnis — Liste die wichtigsten Quellen auf, die du bereits identifiziert hast.
Schritt für Schritt zum fertigen Exposé
Beginne mit einer Literaturrecherche, um den aktuellen Forschungsstand zu erfassen. Formuliere daraus deine Forschungsfrage und überlege, welche Methodik am besten geeignet ist. Erstelle dann eine vorläufige Gliederung und einen groben Zeitplan. Schreibe das Exposé in einem sachlichen, wissenschaftlichen Stil und lass es von deinem Betreuer oder Kommilitonen gegenlesen. Mit Tools wie myessay.io kannst du bereits in der Exposé-Phase Quellen sammeln und strukturiert verwalten.
Häufige Fehler beim Exposé
Der häufigste Fehler ist eine zu vage Forschungsfrage. Wenn dein Betreuer nach dem Lesen des Exposés nicht genau weiß, was du untersuchen willst, musst du nachbessern. Weitere typische Fehler sind ein fehlender Zeitplan, eine zu kurze Auseinandersetzung mit dem Forschungsstand und das Versäumnis, die Relevanz des Themas zu begründen. Nimm dir ausreichend Zeit für das Exposé — es ist die Grundlage für alles, was folgt.
- Arbeitstitel formuliert
- Problemstellung und Forschungsfrage definiert
- Zielsetzung und erwarteter Erkenntnisgewinn beschrieben
- Methodik festgelegt und begründet
- Vorläufige Gliederung erstellt
- Zeitplan mit Meilensteinen aufgestellt
Fazit
Ein sorgfältig erstelltes Exposé ist mehr als eine Pflichtübung — es ist dein Kompass für die gesamte Bachelorarbeit. Investiere die nötige Zeit, hol dir frühzeitig Feedback und betrachte das Exposé als ersten wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu einer erfolgreichen Abschlussarbeit.